Ohne selbst aktiv ins Spiel einzugreifen, sind die UEFA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus dem Bereich Match Operations am nächsten dran am Spielgeschehen. Wir haben uns mit Keith Dalton, Senior Manager Match Operations, unterhalten. Er arbeitet seit 2001 bei der UEFA und gibt uns einige Einblicke in seine Arbeit und die Anforderungen an einen Job im Bereich Spielbetrieb.

Worum geht es also genau?

Als Teil der Division Wettbewerbe ist die Abteilung Match Operations fester Bestandteil aller UEFA-Wettbewerbe, einschließlich der UEFA Champions League, der UEFA Women’s Champions League und der Nationalmannschaftswettbewerbe. Sie kümmert sich umfassend um alle administrativen Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Wettbewerben. Lassen Sie sich dabei aber nicht von dem Begriff „Administration“ täuschen. Die Arbeit in der Abteilung hat zahlreiche Facetten: Dazu gehören die Prüfung und Koordination von Spieldaten, die Verwaltung der Wettbewerbsdatenbank, die Organisation der Inspektionsbesuche in den Stadien, die Meldung von Spielerinnen und Spielern sowie die Koordination und Schulung von Spielbeauftragten.

Neben den administrativen Aufgaben gibt es erwartungsgemäß natürlich auch einen deutlich operativeren Aspekt. In dieser Hinsicht ist die Abteilung bei allen UEFA-Spielen Hauptansprechpartner für Spieldelegierte und Spielortverantwortliche und bietet diesen einen Rundum-Service, sodass von Sicherheitsfragen bis hin zur Absage eines Spiels wegen schlechtem Wetter auf das Personal der Match Operations immer Verlass ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbringen die Spieltage in der Schaltzentrale in Nyon, wo sie die Spiele beobachten und alles verfolgen, was sonst noch passiert. Dies bedeutet eine umfassende zeitliche Verfügbarkeit, denn die Spiele finden häufig abends statt. Oftmals haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Match-Operations-Teams duale Rollen inne und agieren auch als Spielortverantwortliche oder Spielmanager, um ihre Erfahrungen hinsichtlich des gesamten Spielprozesses abzurunden und auch einmal die Rolle derjenigen einzunehmen, die in den unterschiedlichsten Situationen nach Rat fragen.

Was braucht es also, um in einer solchen Rolle erfolgreich zu sein?

Kommunikationsfähigkeit

Wenn es nach Keith geht, müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Match Operations gut mit Menschen umgehen können, anpassungsfähig sein und das soziale Umfeld verstehen. Ein Problem lässt sich eben viel einfacher lösen, wenn man den Spielortverantwortlichen oder Spielmanager am anderen Ende der Leitung persönlich kennt.

Verantwortung übernehmen

Nicht alle streben danach, Verantwortung zu übernehmen, aber genau darum geht es in einer Rolle im Bereich Match Operations. Als Hauptansprechpartner bei der UEFA für alle Belange des Spielbetriebs gibt es immer Momente, in denen man mit schwierigen Situationen umgehen muss.

Auge fürs Detail

Eine Rolle im Match-Operations-Team bedeutet viel administrative Arbeit sowie die Nutzung, Herstellung und Durchsicht komplexer Informationen. Man benötigt ein gutes Auge fürs Detail, um die den erstklassigen Standards der UEFA entsprechende Unterstützung bei allen Spielen leisten zu können.

Anpassungsfähigkeit

Ein Rolle im Bereich Match Operations ist unglaublich vielseitig. Man muss in der Lage sein, sich stundenlang am Computer konzentrieren zu können, und darf sich gleichzeitig nicht davor scheuen, neue Menschen zu treffen, Standpunkte zu diskutieren und als Hauptansprechpartner der UEFA bei den Spielen vor Ort aufzutreten.

Unabhängigkeit

Die UEFA bietet ein temporeiches, hochintensives Umfeld, insbesondere im Vorfeld ihrer Wettbewerbe. Zweifelsohne ist der Arbeitsumfang im Bereich Match Operations sehr groß und bedarf engagierter, begeisterungsfähiger und verlässlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Man muss in der Lage sein, ins kalte Wasser zu springen, Initiative zeigen und selbstständig arbeiten können.

Innovativ sein

Auch wenn der Begriff Innovation gemeinhin zu einem Modewort geworden ist, misst die UEFA ihm doch große Bedeutung bei. Die UEFA sucht Menschen mit Ideen. Für eine erfolgreiche Karriere im Bereich Match Operations muss man nicht nur sein Handwerk verstehen, sondern immer auch einen Schritt weiter denken können. Es geht darum, sich ständig zu hinterfragen, was man beim nächsten Mal anders und besser machen könnte.

Interesse

Diese Abteilung hat mit einigen wirklich praktischen Aspekten des Fußballs zu tun. Eine Möglichkeit, diese besser zu verstehen, besteht darin, selbst zu spielen. Die Liebe zum Fußball und das Interesse an den verschiedensten Facetten von den Spielern bis zu den Stadien ist ein immenser Vorteil für einen Kandidaten, der sich um eine Rolle im Bereich Match Operations bewirbt. Vielleicht mögen Sie am liebsten Frauenfußball? Was könnte es also besseres geben, als eine Koordinatorenrolle im Spielbetrieb der UEFA Women’s Champions League? In manchen Jobs ist es vielleicht nicht so wichtig, ein großer Fußballfan zu sein – der Spielbetrieb gehört sicher nicht dazu!