Die Managerin VIP-Dienste, Damaris Papoutsakis, sieht ihren Job als spannende Herausforderung. Sie beschreibt uns, worin ihre Arbeit besteht und was ihre Tätigkeit für sie und die UEFA bedeutet.

Was inspiriert Sie an Ihrer Arbeit?

Es gibt tagtäglich zahlreiche Dinge, die mich inspirieren. Als die 1 400 Gäste auf meiner ersten VIP-Tribüne Platz genommen hatten und ich die Tribüne im ausverkauften Stadion von oben sah, dachte ich nur: „Wow, wir haben es geschafft!“ Das war ein großartiger Moment. Beobachten zu können, wie mein Team bei der Arbeit im Stadion aufblüht, ist eine tolle Belohnung. Und bei Spielen gibt es zwei Momente, die ich ganz besonders liebe: Die Ruhe vor dem Sturm vor der Türöffnung – wenn das Personal auf seine Positionen geht, die Tribünen noch leer sind, die letzten Handgriffe vorgenommen werden und die Funkgeräte getestet sind – und wenn die Tribünen sich füllen, die Musik ertönt und die Gäste sich auf ihre Plätze begeben und die Mannschaftsaufstellungen studieren. Diese Momente sind ganz besonders.

 „Wie kann ich meinen Freunden und meiner Familie erzählen, was wir gemeinsam erlebt haben?“

 Wie lange arbeitest du schon im Bereich Gästemanagement und Protokoll bei der UEFA?

Ich begann vor acht Jahren, als das Gästemanagement noch Teil der verschiedenen Projekte war. Damals gehörte ich den Willkommens- und Informationsdiensten an. Über die Zeitspanne von drei EM-Endrunden hinweg wurde das Gästemanagement für alle Events zusammengeführt. Wir kümmern uns nun von A bis Z um die einzelnen Gäste.

 Wie sehen Sie Ihre Arbeit?

In vier Jahren mit Klubwettbewerbsendspielen sowie bei drei EM-Endrunden habe ich schon einige Erfahrungen im Gästemanagement bei der UEFA gesammelt. Es war eine Berg- und Talfahrt, doch ich möchte keinen einzigen Tag missen. Ich liebe meine Arbeit und noch wichtiger ist mein Team. Das Projekt ist wie unser Baby und wir sehen zu, wie es sich verändert und wächst. Die Welt um uns herum wie auch die Ansprüche verändern sich, weshalb wir stets auf der Hut sein und uns an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen. Im Alltag des Teams VIP-Dienste wird es nie langweilig.

Wie hat sich der Bereich Gästemanagement und Protokoll entwickelt?

Als ich das Gästemanagement-Projekt übernahm, musste es neu gestaltet werden. Es war eine einmalige Chance, kreativ zu sein, neue Prozesse einzuführen und die erforderlichen technologischen Lösungen zu finden.

Als Team mussten wir jede Etappe der Reise eines Gastes durchdenken, mit unseren Kollegen von anderen Abteilungen koordinieren (z.B. in Sachen Unterkunft und Transport) und optimale Prozesse entwickeln. Wir verlassen uns sehr stark auf die Technologie, da wir für jede Veranstaltung Unmengen an Daten verarbeiten müssen, die mit verschiedenen Dienstleistungen und Prozessen verbunden sind. Unsere Kollegen der ICT-Abteilung sind bei der Gestaltung unserer Abläufe wichtige Partner und haben einen wichtigen Anteil an unserem Erfolg.

Was hat Sie anfangs an Ihrem Job begeistert?

2008 wollte ich teil der EURO in meinem Heimatland, der Schweiz, sein. Ich mag den Bereich Hospitality, die Zusammenarbeit mit Menschen und die operationelle Arbeit – das passte also perfekt. Und schon hatte mich das Virus erwischt. Und unsere Kollegen sind einfach fantastisch. Ganz besonders stolz bin ich auf mein Team! Sie sind alle unglaubliche, einzigartige Persönlichkeiten, die den Gast stets in den Mittelpunkt stellen. Zu sehen, wie sie sich alle in den letzten Jahren entwickelt haben und Spezialisten in ihrem jeweiligen Bereich geworden sind, wie sie als Team zusammenarbeiten mit dem gleichen Ziel vor Augen, macht mich sehr stolz. Zudem haben sich das UEFA-Gästemanagement und die von uns verwendeten ICT-Systeme dank unserer Arbeit zu einem Benchmark für die ganze Sportwelt entwickelt.

 Was bringt das Projekt der UEFA, Ihrer Karriere und dem Fußball?

Das Projekt war sehr anspruchsvoll, hat mich an meine Grenzen gebracht und mich sehr viel über Führungsarbeit und über mich selbst gelehrt. Ich glaube, dass ich in keinem anderen Bereich so viele verschiedene Aspekte des Managements hätte erfahren können. Ich hatte die unglaubliche Chance, ein Projekt auf die Beine zu stellen, ICT-Tools zu entwerfen, ein großartiges Team von über 50 Leuten zu führen, Teil verschiedener Events zu sein und dabei auch noch Spaß zu haben. Im Rahmen des UEFA-VIP-Programms kümmern wir uns unter anderem um die größten Persönlichkeiten aus der Fußballwelt, Regierungsmitglieder und unsere wichtigsten Sponsoren. Es bietet uns die Gelegenheit, unseren wichtigsten Interessenträgern zu zeigen, was wir als Organisation tun. Während der EURO 2016 sagte eine Kollegin zu mir: „Wie kann ich meinen Freunden und meiner Familie erzählen, was wir gemeinsam erlebt haben?“ Meine Antwort war einfach: „Ich kann es selbst nach so vielen Jahren noch nicht beschreiben, man es einfach selber erlebt haben.“

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